Ohrakupunktur und TCM

Bereits die alte chinesische Medizin kannte den Zusammenhang zwischen der Ohrmuschel und einzelnen Körperregionen. Die Ohrakupunktur in ihrer heutigen Form ist aber erst ca. 50 Jahre alt und geht auf den französischen Arzt Dr. P. Nogier zurück. Er fand heraus, dass eine enge Verbindung zwischen dem Ohr und den Schmerzzentren im Gehirn besteht. Der Weg vom einen zum anderen ist sehr kurz, weshalb eine Stimulation der Ohrpunkte oft auch Direktwirkung zeigen kann. Beschwerden lassen in diesem Fall sofort nach.

Ohrakupunktur auch

Auriculotherapie

Die Oberfläche der Ohren bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers dargestellt sind. Am Ohr gibt es über 100 Akupunkturpunkte, die wir zur Diagnose und Therapie verwenden können. Liegen Störungen bei bestimmten Organen vor, so kann man diese am Ohr erkennen und behandeln.

Oft lässt sich eine chronische Organschwäche bereits äußerlich erkennen. Man kann dabei so vorgehen, dass man die Ohroberfläche nach Unregelmäßigkeiten untersucht und schmerzempfindliche (druckdolente) Punkte im betroffenen Bereich ertastet, um sie im Anschluss zu behandeln.

Dabei können die entsprechenden Punkte sowohl Beziehung zum Körper haben, als auch zu seelischen Zuständen. Entsprechend wird die Ohrakupunktur sowohl zur Behandlung von psychischen Störungen als auch zur Behandlung von körperlichen Krankheiten und Schmerzzuständen herangezogen.

Ohrakupunktur

bei Kindern

Die Aurikulotherapie lässt sich auch sehr gut bei Kindern einsetzen. Man kann sie auch ohne Nadeln durchführen, zum Beispiel durch sanfte Ohrmassage mit Akupressur der Akupunkturpunkte oder durch die schmerzfreie Behandlung mit einem Softlaser.

Hier findet die Ohrakupunktur

Anwendung

• Kopfschmerzen
• Allergie
• Nikotinentwöhnung
• Schmerzen

Vor einer Ohrakupunktur wird eine gründliche Anamnese erhoben und der Patient wird entsprechend untersucht. Danach folgt ein Behandlungszyklus in regelmäßigen Abständen von 5 Sitzungen im Akutfall und ca. 10 Sitzungen im chronischen Krankheitsfall. Es besteht auch die Möglichkeit bei chronischen Schmerzzuständen und Suchterkrankungen eine Dauernadel zu setzen.

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